Seit über 25 Jahren Benzin und Diesel im Blut!

Leiter rauf, Spritpreise runter, oder umgekehrt.

Auf dieses persönliche Fitnesstraining muss Martin Matschullies verzichten, seit seine Benzinanzeige 1990 auf Digitalbetrieb umgestellt wurde. Bei Modernisierungen trat der Kraftfahrzeugmeister niemals auf die Bremse, seit er vor genau 25 Jahren die traditionsreiche Tankstelle an der Reichshofstraße 150 übernahm. Mit einem Meisterbetrieb für TÜV-Abnahmen und Reparaturen, einem Backshop (sogar mit Sonntagsbrötchen) und zuletzt mit der neuen Textil-Waschanlage erweiterte er sie zum Autohof Matschullies.

Von Lehrlingen und Handpumpen

Zwölf Mitarbeiter – darunter seit 1985 auch immer Lehrlinge zum Kfz-Mechaniker oder Tankwart – halten die Kunden mobil. So wie es schon die ersten Autofahrer vor über 80 Jahren an der Reichshofstraße schätzen, als die Familie Brenzel die erste Zapfsäule aufstellten. Damals noch unter dem Siegel von BV Aral. Mit dem Handhebel pumpte Walter Brenzel (85), der die elterliche Anlage mit Ehefrau Marianne (82) von 1954 bis 1965 führte Kraftstoff noch in das Messglas– je nach Kundenwunsch in Fünf- oder Zehn-Liter-Portionen. Damit der Motor beim Anstieg zur Hohensyburg nicht klingelte, war dem Aral-Benzin Blei, der billigeren Sorte BVLin dagegen Benzol beigemischt.

Ein Liter Sprit für 80 Pfennig

Ungefähr 80 Pfennig“, so erinnert sich Brenzel, kostete damals der Liter Kraftstoff. Dafür wurden, während die Zapfpistole im Tank steckte, noch die Scheiben gewischt und der Reifendruck überprüft. „Das ging immer im Dauerlauf“, weiß Ehefrau Ursula. Wenn sie allein war, schleppte sie auch die schweren Ölkanister aus dem Keller.

Auch die Radler kommen vorbei

Ohne Öl und Benzin kommen die neusten Kunden der Tankstelle aus. Immer mehr Radler der Kaiser-Route machen am Autohof Matschullies Rast. Ganz selbstverständlich liegt neben dem Kfz-Zubehör auch Flickzeug im Regal. Und ein Stück Kuchen oder kleine Snacks gibt es natürlich auch.

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